Entwurf: Hermann Stützle
Bau: Hans Geiner, Hermann Stützle, Alfred Kraus


Entwurf
Das Flugzeug ist ein Prototyp mit nicht endgültigen Ausführungen aller vorgesehenen Eigenschaften (Einschränkungen aus Zeitmangel).
Garagentauglich soll es sein, möglichst nicht länger als ein VW-Käfer. Deshalb bot sich die Entenkonfiguration (engl.: Canard-Configuration) an. Bei diesen Flugzeugen trägt der Vorderflügel mit und dient nicht nur zur Stabilisierung wie die Höhenflosse bei normalen Flugzeugen. Die Flächenbelastung des "Entenflügels" wird allerdings sehr hoch, je kürzer das Flugzeug ist. Dies ist ausgleichbar durch erhöhte Motorleistung.
Weiter war vorgesehen, das Flugzeug straßentauglich zu gestalten. Deshalb ist das Flugzeug mit Entenflügel nicht breiter als 2,5 m - wie es die Straßenverkehrszulassung verlangt für "normale Flugzeuge". Darum sollten die Außenflügel leicht abnehmbar werden, um sie dann auf dem Rumpf mittels einer Vorrichtung zu transportieren. Länge eines Außenflügels 3 Meter - kürzer als der Rumpf.
Die Motoren waren ursprünglich im Rumpf und sollten je über einen Freilauf die Welle antreiben, auf der ein Druckpropeller sitzt. Mit einem Druckpropeller hinten wären aber die Schallforderungen nie einzuhalten gewesen. Kleine Propeller ergaben sich, weil statt dem Druckpropeller dann Propeller mit Mantel unter dem Flügel (Mantelschrauben) projektiert waren. Der Mantel sollte gleichzeitig Auspuff sein.
Als Antrieb auf der Straße war gedacht, einen Hilfsmotor auf ein Rad wirken zu lassen (nicht mitfliegend) oder über eine Getriebewelle ein Rad mit einem Motor antreiben. Der Propeller dieses Motors (bei Motoren unter dem Flügel) war für schnelles Abnehmen gedacht. Natürlich ist das Flugzeug in dieser Form auch als Anhänger an einen PKW möglich. Ob selbstfahrend oder als Anhänger - ein "Straßenzusatz" mit Lichtern und Schildern, die beim Einsatz auf der Straße am Flugzeug angebracht werden, aber normalerweise nicht mitfliegen, ist nötig.

Bauzeit und Ausführung
Die Entwicklung begann um 1967 und endete mit dem Bau im Jahr 2000. Der Bau begann 1968. Für die Entwicklung wurden etwa 9000 Stunden aufgebracht, für den Bau ca. 25000 Stunden mit Vorrichtungen und Werkzeugen. Der Haupterbauer für die Zelle, H. Geiner, wie der Entwickler H. Stützle sowie der Ausführende für Elektrik, A. Kraus, waren beruflich gebunden und konnten sich nicht immer dem Flugzeugbau-Hobby widmen.
Der Flügel und das Höhenleitwerk (Vorflügel) ist ganz in Metallbauweise, wie die tragende Struktur des Rumpfes: ein Längsholm in der Mitte, an dem das Tragwerk und das Fahrwerk angebracht sind (früher auch die Motoren). Die Formgebung des Rumpfes und der Türen wird durch GFK-Schalen bewerkstelligt. Im Rumpf sind nur wenige Spanten aus Metall.

Stadien und Motoren während der Entwicklung
Die Motorensuche beeinflusste die Bauzeig sehr negativ. Während der langen Bauzeit wurden mehrere Motoren in folgender Reihenfolge untersucht:

1. 2 Stück 4 Zylinder 2T
Im Rumpf über Freilauf auf einen Druckpropeller wirkend. Das Flügelmittelstück für diese Version war schon hergestellt. Aufgabe wegen zu hohen Schallwerten durch den Propeller hinter dem Rumpf.

2. 2 Stück 4 Zylinder 2T
Mit mantelschrauben, deren Mantel gleichzeitig Auspuff unter dem Flügel war. Die Motorfirma stellte die Produktion ein.

3. Schubgondel 2000 N von Herbert Gomolzig
über dem Rumpf. Der Startweg wurde zu lang.

4. 2 Schubgondeln je 500 N von Rheinflugzeugbau
STanden dann erst zur Verfügung, als schon die nächsten Motoren eingebaut waren.

5. BMW-Motor R90/6
Mit diesen Motoren und selbstgebauten Propellern sind auch die ersten Rollversuche durchgeführt worden.

6. Neue Propellerentwicklung (schmale Ausführung)

7. 2 Wankel-Rotary Triebwerke 55 kW
Höheres Fahrwerk und Propeller mit größerem Durchmesser. Die Firma, die die Wankeltriebwerke herstellte, gab im Jahr 2000 auf..

Technische Daten
Leistung mit 2 x 55 kW Wankeltriebwerken:
Reisegeschwindigkeit 200 km/h
Reichweite ohne Zusatzbehälter 600 km
Startstrecke über 15 m Hindernis 600 m